Heiraten in Sachsen
Die Tischordnung

Wen setzen Sie wohin, so dass sich niemand schlecht plaziert fühlt und deswegen verärgert ist? Es gibt zwar gewisse Regeln, wer wo sitzt, doch manchmal widersprechen Sie sich, oder können nich genau eingehalten werden. Auf jeden Fall erfordert eine Sitzordnung viel Fingerspitzengefühl.

Vier Wochen vor der Hochzeit sollten Sie beginnen, sich mit der Tischordnung zu befassen. Je nachdem welchen Termin Sie auf Ihren Einladungen angegeben haben, sollten Sie dann auch wissen, wer alles an Ihrer Hochzeit teilnimmt.
Es kann auch passieren, daß ein Gast in letzter Minute doch noch absagt, oder Ihnen jemand einfällt, den Sie noch einladen wollen. Tragen Sie auf jeden Fall alle Änderungen in Ihre Gästeliste ein.

Wie viele Gäste erwarten Sie?
Wenn Sie die genaue Anzahl Ihrer Gäste wissen, teilen Sie sie dem Restaurantbesitzer oder dem Partyservice mit. Da Sie genauso viele Menüs bezahlen müssen, wie Sie bestellt haben, ist es günstig, einen relativ späten Termin für die endgültige Bestellung auszumachen. Vergessen Sie auch nicht, sich selbst mitzuzählen!
Bei Buffets und Stehempfängen ist es nicht ganz so schlimm, wenn etwas mehr oder weniger Gäste erschienen sind. Doch trotzdem wird auch hier nach der Zahl der Gäste berechnet.
Oft ist es schwieriger die Zahl der Menüs zu erhöhen, als sie zu reduzieren.

Wer sitzt wo?
In einem guten Restaurant hilft Ihnen das Personal bei der optimalen räumlichen Aufteilung und der Anordnung der Tische und Stühle. Natürlich können Sie Ihre eigenen Wünsche äußern.
Eine Möglichkeit der Platzverteilung wäre zum Beispiel die hier unten abgebildete Variante:




Eine hufeisenförmige Hochzeitstafel hat den Vorteil, dass alle Gäste Blickkontakt zum Brautpaar haben

Das Brautpaar nimmt in der Mitte der Tafel Platz, die Braut natürlich rechts vom Bräutigam. Neben dem Bräutigam sitzt die Mutter der Braut und neben ihr könnte man zum Beispiel einen Trauzeugen plazieren. Rechts von der Braut sitzt der Vater des Bräutigams und daneben die Trauzeugin. Gegenüber des Bräutigams sitzt seine Mutter, der Braut gegenüber sitzt ihr Vater. In gewissem Sinn gibt die Tischordnung auch die Rangordnung unter den Gästen an: je näher beim Brautpaar, desto ehrenvoller der Platz. Somit sind jetzt alle Ehrenplätze verteilt.
Den Rest der Gäste verteilen Sie auf die übrigen Plätze. Doch achten Sie dabei darauf, daß es eventuell noch Gäste gibt, die einen Vorzugsplatz wünschen. Auch kann es Ihnen passieren, daß Sie ein geschiedenes und verkrachtes Ehepaar plazieren müssen. In diesem Fall setzen Sie sie am besten weit auseinander.
Auf jeden Fall sollte man die Angehörigen von Braut und Bräutigam nicht getrennt setzen sondern mischen. Denn dadurch machen Sie die Verwandten Ihrer beiden Familien besser miteinander bekannt.
Wenn es möglich ist, sollte jede Dame einen Tischherrn bekommen. Außerdem setzt man Ehepaare nicht nebeneinander, da sie ja sowieso immer zusammen sind.
Wie auch immer Sie Ihre Gäste plazieren, das wichtigste ist, daß sie sich wohlfühlen.

Der Kindertisch
Wenn unter Ihren Gästen viele Kinder sind, ist es eine gute Idee einen Kindertisch einzurichten. Dann haben Sie auch die Möglichkeit ein speziell für die Kleinen ausgewähltes, nicht so aufwendiges Menü servieren zu lassen. Die Kinder werden sich wohl fühlen, denn sie sind unter sich, können den Tisch verlassen wenn sie wollen und stehen nicht ständig unter der strengen Bewachung der Eltern. So werden auch sie dieses Fest genießen können. Trotzdem sollten Sie jemanden bestimmen, der ab und zu ein Auge auf die Kinder wirft.

Hilfsmittel zur Plazierung
„Placement“
Besonders bei einer großen Anzahl von Gästen, ist es nicht einfach sich die Tischordnung zu merken. Da ist es oftmals besser, wenn man sie sich schriftlich festhält. Hat man nur einen Festtisch, reicht es aus sich die Sitzverteilung auf einem Blatt Papier aufzuzeichnen. Haben Sie allerdings eine große Hochzeitsgesellschaft und auch noch mehrere Tische, so hilft das sogenannte Placement, ein Hilfsmittel der Profis.
Dazu fertigen Sie für jeden Gast ein Kärtchen an und schreiben den Vor- und Nachnamen darauf. Dann basteln Sie sich ein Modell vom Festsaal. Dazu nehmen Sie am besten einen großen weißen Karton im selben Format und zeichnen darauf die Anordnung der Tische ein. Anstelle der Stühle schneiden Sie kleine Schlitze in den Karton. Dorthinein steckt man dann die Kärtchen, so daß die Namen lesbar sind. Somit behalten Sie immer die Übersicht und können nicht den Fehler machen, einen Gast zu vergessen oder doppelt zu plazieren. Falls eine plötzliche Absage kommt, oder noch ein Gast dazukommt, können Sie jederzeit umsortieren. Obwohl es etwas Mühe kostet, wird Ihnen das Placement doch sehr nützlich sein.
Beim Fest legen Sie das Placement am Eingang hin, damit sich Ihre Gäste besser orientieren können.

Sitzplan
Ein Sitzplan in Form einer Liste ist sehr nützlich bei vielen Gästen. Hängen Sie ihn am Eingang zum Festsaal auf, so daß jeder weiß wo er sitzt.