Heiraten in Sachsen
Perfekt gestylt
Was Mann am Hochzeitstag trägt

Kleiderordnung des Bräutigams
Am Hochzeitstag hat nicht nur die Braut die Qual der Wahl mit dem richtigen Outfit. Auch dem Bräutigam bietet sich ein weites Spektrum: Herrenmode vom traditionellen Frack bis zum modernen Spencer.

Bundfalten oder nicht, wie lang das Sakko und welche Krawatte? Um die Hochzeit perfekt zu überstehen, sollten einige Hinweise unbedingt beachtet werden:

Hosen ohne Bundfalten sehen nur bei flachem Bauch wirklich gut aus. Aber ob man Bundfaltenhosen mag, ist letztendlich Geschmackssache. Die Hose muss ihnen vor dem Hochzeitsmahl genauso gut passen wie nachher, auch ohne Gürtel sollten sie perfekt sitzen. Hosenträger sind am Hochzeitstag tabu! Die Hosenlänge ist optimal, wenn der Saum vorn am Schuh leicht einknickt und hinten bis zur Mitte der Fersenkappe reicht. Umschläge an der Hose beschweren ein wenig, sodass sie insgesamt lockerer fällt. Diese Hosen sollten Sie jedoch nie zum Smoking kombinieren.

Beim Sakko darf der Kragen nicht abstehen und das Hemd sollte herausschauen. Die Schultern werden etwas breiter geschnitten, damit es nicht wie eine Zwangsjacke aussieht. Die Taillenhöhe bildet den Gesamteindruck des Anzugs und sollte weder zu hoch noch zu tief sitzen. Der Hintern ist beim Jackett generell verdeckt. Ansonsten spielt die Länge des Sakkos keine Rolle. Die optimale Ärmellänge erkennen Sie, wenn der Ärmel bis zum Daumen reicht. Das Hemd sollte ein bis zwei Zentimeter aus dem Sakko-Ärmel heraus schauen. Tragen Sie lieber einen Anzug aus Naturfasern, wie Seide, Leinen oder Baumwolle, da Sie in synthetische Stoffen enorm schwitzen.

Mit schmal geschnittenem Hemd liegen Sie derzeit genau im Trend, es darf jedoch nicht zu eng geschnitten sein. Der Ärmel sollte etwa einen Zentimeter über den Handgelenkknochen reichen. Glänzende Manschettenknöpfe krönen jedes Hemd und machen es um einiges wertvoller. Der Kragen kann nach Typ ausgewählt werden: Offene Kragen verleihen schmalen Gesichtern Breite – spitze Kragen sind eher für breitere Gesichter geeignet. Der modebewusste Bräutigam wählt häufig den bis auf die Brust reichenden Haifischkragen.

Gute Schuhe sind am Hochzeitstag ein Muss, deshalb lieber etwas mehr investieren. Mit genähten Modellen aus echtem Leder laufen Sie an Ihrem großen Tag am besten. Wählen Sie weiches Leder und eine bequeme Form der Schuhe. Um bis in den Abend garantiert blasenfrei zu feiern, laufen Sie die Schuhe vorher gut ein. Anzug und Schuhe sollten gut zueinander abgestimmt sein oder bewusst in Kontrast gesetzt werden.

Die Frisur des Bräutigams wird idealerweise eine Woche vor der Hochzeit geschnitten. Lichtes Haar sollte lieber etwas kürzer getragen werden, denn viel Länge macht den Verlust erst richtig deutlich. Lassen Sie sich von Ihrem Frisör zeigen, wie Sie Ihr Haar mit etwas Gel und Wachs in windeseile von der klassischen Fönfrisur zur angesagten Strubbelfrisur umstylen können. Längeres Deckhaar und kurze Seiten passen zum runden Gesicht, ovale Gesichter brauchen dagegen an den Seiten Fülle und einen fransigen Pony. Nach vorn gekämmte Haare machen eckige Gesichter weicher. Wer regelmäßig mit Schuppen zu kämpfen hat, sollte frühzeitig ein spezielles Pflegeshampoo verwenden.

Welche Krawatte wozu?
Zum Frack gehört eine weiße Schleife aus Piqué mit passender Weste.

Ein Plastron ergänzt Cut und Stresemannhose. Er ist breiter als eine Krawatte und kann stilgerecht mit einer Perlennadel kombiniert werden.

Knallfarbene Krawatten sehen hervorragend zu einem dunklen Anzug aus.

Zu einem gestreiften Hemd passen einfarbige Krawatten am besten.

Gemusterte Binder sollten sich im Farbdesign von Anzug oder Hemd widerspiegeln.
Wichtige Tipps:
Die Krawatte niemals gebunden aufbewahren, sonst leidet der Stoff!

Seidenkrawatten müssen in die Reinigung!

Krawatten aus Mischgewebe oder Polyester können mit Feinwaschmittel ohne Bleichmittel gewaschen werden.

Krawatten niemals bügeln, sonst entsteht ein falscher Glanz!